Mit dem Muttertag verhält es sich bei mir ganz ähnlich wie mit dem Valentinstag. Ich brauche keinen speziellen Tag, um meiner Mama zu sagen oder zu zeigen, dass ich sie lieb habe, denn das tu ich das ganze Jahr über. Wir haben ihn nie gefeiert und werden das auch dieses Jahr nicht tun, denn Mama weiß, dass sie für mich und meine Schwester die allerbeste ist. Meine Mama weiß das, aber ihr noch nicht, Grund genug, ihr an diesem also doch irgendwie besonderen Tag wenigstens diesen Post zu widmen.

 

Ich erinnere mich daran, dass ich als Kind jeden Morgen glücklich aufgewacht bin. Immer. Weil Mama im Zimmer nebenan auf mich gewartet hat. Gut gelaunt und fröhlich habe ich mich ins Bett meiner armen Eltern geschmissen, habe sie angestrahlt und meine Mama hat zurückgelächelt. Immer. Egal wie müde, krank, kaputt, gestresst sie war. Ich hatte die wunderschönste Kindheit, die sich jeder kleine Mensch nur wünschen kann, vollgestopft mit Mamas selbst ausgedachten Geschichten über Mäusefamilien, Puppengeburtstagen, Ausflügen zur Elefantenrutsche, selbstgenähten Puppenkleidern und unendlicher Liebe. Ich bewundere meine Mama jeden Tag. Wie sie die schlechten Launen meiner Schwester und mir erträgt, es trotz Arbeit, meines Papas, der neben uns auch ab und zu was von ihr haben möchte, und dem Stress des Lebens uns trotzdem nie das Gefühl gibt, hinten anzustehen. Meiner Schwester, meinem Papa und mir gleichermaßen das Gefühl gibt, an erster Stelle zu stehen. Jedem auf seine eigene und ganz andere Art und Weise. Ich kenne niemanden, der liebevoller, gerechter, tapferer, mutiger, lustiger ( irgendwo muss es ja herkommen) und fleißiger ist als sie. Heute, als erwachsene Frau, fühlt es sich in schweren Momenten noch genauso tröstlich an wie vor 15 Jahren, wenn wir, ich an sie gekuschelt, auf der Treppe in dem Haus sitzen, in dem ich aufgewachsen bin und Probleme besprechen. Wir haben so viel von unseren Eltern, aber gerade von Mama gelernt. Dass Ehrlichkeit das Wichtigste ist im Leben. Dass man aufeinander Acht geben muss. Dass es das schönste Gefühl ist, bedingungslos zu lieben und geliebt zu werden. Fleißig zu sein, ehrgeizig. An Träume zu glauben. Für die Liebe zu kämpfen. Dass an jedes gute Essen ein Löffelchen Honig gehört. Dass Fehler gut sind und alles einen Grund im Leben hat. Zu vertrauen. Dass Originalität viel mehr wert ist als gutes Aussehen. Dass man immer Haarspray im Haus haben sollte, und davon reichlich. Dass man auch mal Mist machen darf, solange man den Mut und die Courage hat, ihn zuzugeben und mit den Konsequenzen zu leben. Ich könnte noch unendlich viel mehr aufzählen, so vieles was sie uns nie sagen musste, sondern was einfach durch sie in uns übergegangen ist. So viel, was du uns gibst, können wir nie an dich zurückgeben. Aber wir geben es weiter. An unsere Kinder, bei dem Versuch, so nah wie möglich an die beste Mama auf der Welt ranzukommen. Dich.

 

Ich habe dich so sehr lieb

Deine Clementine

(Die froh ist, dass ihr euch letztendlich dann doch für diesen Namen und nicht „Rosine“ entschieden habt, was wieder einmal die Qualitäten der besten Mama unter Beweis gestellt hat, und das noch bevor ich überhaupt da war!)

 

mama-und-ich-Kopie

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1 Kommentar

… Anrührend … ! ( <3 )

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