Die Weihnachtstage sind vorbei und ich bin zurück. Ich hoffe, ihr habt mich nicht zu sehr vermisst, aber die Feiertage sind für mich geradezu heilig und ich habe es sehr genossen, sie fernab von Instagram, Snapchat und dem Blog nur mit meinen Liebsten verbringen zu können. Da wir dieses Jahr ja auch das letzte mal Weihnachten allein für uns als Paar gefeiert haben, war es mir umso wichtiger, diese schönen Momente voll und ganz zu genießen in Vorfreude auf das nächste, ganz besondere erste Weihnachten zu dritt.

 

Nun ist das neue Jahr also schon fast eine Woche alt und der Alltag ist mal wieder in vollen Zügen zurück. Zugegeben, von Neujahresvorsätzen halte ich nicht viel und trotzdem ist es immer wieder eine gute Gelegenheit, das letzte Jahr und die eigenen Entscheidungen Revue passieren zu lassen und sich einmal Gedanken über sich selber und seine Liebsten zu machen. Das letzte Jahr war wahnsinnig aufregend, Ereignisreich, voller Liebe aber vor allem eines: kurz! Geht es nur mir so oder scheint die Zeit, je älter man wird, geradezu zu rennen? Als Kind dauerten manchmal nur Wochen gefühlte Ewigkeiten und jetzt rasen schon ganze Jahre an einem vorbei! Dagegen muss man doch was tun können! Kann mal einer die Stop-Taste drücken, bitte? Puh, schon viel besser! Zeit also, sich jetzt mal zu fragen, woran es liegt, dass uns, je älter wir werden, die Zeit viel kürzer vorkommt als früher. Klar, da gibt es ja ganz logische und wissenschaftliche Erklärungen für, aber gehen wir mal etwas tiefer. Emotional gesehen: Sind wir nun verdammt dazu, nicht nur faltiger zu werden sondern auch irgendwie weniger anwesend zu sein? Zeitfresser wie Facebook, Instagram und Co tragen wohl nur einen kleinen aber nicht unentscheidenden Beitrag dazu bei, dass es plötzlich schon 22h ist obwohl man gefühlt noch nichts geschafft hat. Vielleicht nehmen wir aber auch vieles einfach zu Selbstverständlich, wie die Zeit mit unseren Liebsten, und sei es nur bei einem schnellen „Hallo“ am Morgen oder dem „Gute Nacht“ im Bett. Allein diese kleinen Momente nehme ich mir also ab jetzt vor, mehr zu genießen, sie in mich aufzusaugen und mich vor allem weniger stressen zu lassen. Darin bin ich nämlich ziemlicher Experte. Auch, wenn es zeitlich überhaupt keinen Unterschied macht ob ich nun völlig gestresst 10 Minuten zu spät das Haus verlasse oder ganz entspannt zu Spät loskomme, der Stress ist mein größter Freund und gewinnt den Kampf gegen meine Gelassenheit mit absoluter Sicherheit. Den Stress und mich verbindet eine lange Hass-Liebe aber es wird eindeutig Zeit, dass wir getrennte Wege gehen!

 

Ist weniger Stress und mehr Bewusstsein also der Schlüssel zur Langsam-Taste in unserem Leben? Ganz ehrlich? Keine Ahnung, aber ich werde es ausprobieren. So viele schöne und aufregende erste Male liegen vor mir, die möchte ich auf keinen Fall verpassen oder an mir vorbeirennen sehen.

 

Was ist mit euch, habt ihr euch etwas vorgenommen fürs Neue Jahr oder seid ihr die Anti-Vorsatz-Fraktion?

Ich bin gespannt eure Gedanken zu hören und arbeite jetzt erst mal gaaaaaanz in Ruhe den Rest meiner To-Do-Liste für heute ab.

 

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3 comments

Liebe Clementine,
das ist doch mein Beruf, alles möglichst konkret und doch bildhaft in Wörtchen zu fassen! 😉 Manchmal auch ein bisschen zu konkret, zum Leid meiner Mitmenschen, aber wenn ich mich nur denen zu Liebe weniger deutlich ausdrücke, dann ist es ja — in the end — für das hohe Werk 😉 immer eher „nüschd“. ( —> Ich liiiiiebe dieses Wort, es ist so nichtiger als nichts. <3 )

Grüße in Schlafanzug, Socken (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) und Oversized-Pullover,
Anna E

Liebe Anna,
wie immer wesentlich poetischer in nur einem Kommentar als ich in meinen Blogposts!
Ich danke dir für deine Gedanken und stimme dir absolut zu.Dann wärm dich mal schön auf, so ein Wochenende kann man ja, auch, wenn man Freiberufler ist, durchaus auch mal als ein solches betrachten und frei machen!

Samstag Mittag in Leipzig:
Verhangener Himmel, pro Raum gefühlte tausend Teelichter, draußen mindestens -6°C, künstlerische Arbeitspause nach dem … äh … Brainstorming … und keine so rechte Lust zum Rausgehen. Denn: Wer hat sich gestern Nachmittag im schneeverkrusteten Clara-Park trotz hitzeentsprechender 😉 😉 😉 Kleiderwahl den Arsch abgefroren … … … ?? — Allen voran ICH. Könnte ich *diese* Eigenschaft mit Sylvester „schwupp-schwupp“ ablegen …. mir wäre sehr geholfen!
Stattdessen halten sich meine listenlangen Vorsätze für das neue Jahr (und sämtliche Lebenslagen) in Grenzen. Ich versuche einfach, so weitgehend wie möglich ein mir selbst entsprechender Mensch zu sein, weil Authentizität immer noch, neben (Selbst-)Liebe, das Wichtigste ist, was man überhaupt irgendwie halten kann. Exorbitante Verbesserungsvorgaben an sich selbst — JA, v.a. Frauen sind darin weltklasse und rekordhaschend — sind für mich mit wachsender Reife nur noch Schönschreibübungen und fast so zeitfressend wie … also … ja … Facebook, v.a. weil du eigentlich weißt, dass dein 10000-Punkte-Programm ja innerhalb *eines Jahres* sowieso eher unmöglich ist, weil dir wie jedem anderen auch NUR 365 Tage und Nächte zur FREIEN Verfügung stehen. ZUSATZ: Künstler haben keine festen Arbeitszeiten und somit fällt von manchen Ideen gefühlt „de Hälfde“ ins „Wasser“. (Auch, wenn du über alles schon ganz altmodisch Listen führst, auch wenn du nur Mitte deiner goldenen Zwanziger bist.)
Ansonsten, du Liebe, spricht mir dein Artikel 1:1 aus der Seele und ich bin das, was ich selten bin oder sein soll, da ich immer anderen mit nur einem Blick und/oder einem winzigen Wörtchen das Leben zerstöre (…) : Sentimental.

Ganz viele Grüße,
Anna E

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