Ich melde mich zurück von der Babyfront, ich weiß, aktuell ist es etwas ruhiger hier, aber ich genieße das Mama-Sein in vollen Zügen und kuschle gerade lieber, als dass ich arbeite, ich hoffe, ihr verzeiht es mir.

Ich gebe zu, die Wichtigkeiten haben sich definitiv verschoben. Noch vor ein paar Monaten hätte ich nicht mal ungeschminkt den Müll runter gebracht. Inzwischen verbringe ich lieber Zeit mit meinem Carli als vorm Spiegel, ich muss sogar zugeben, dass mich manchmal regelrecht das schlechte Gewissen plagt, wenn ich Zeit für so etwas unwichtiges wie Schminken aufbringe anstatt voll und ganz bei meinem Kind zu sein. Sicher albern, aber im Moment irgendwie noch ziemlich fest in mir verankert. Dennoch, Carlson ist inzwischen 3 Monate alt und ich gewöhne mich langsam aber sicher an den Gedanken, dass ich keine Rabenmutter bin, wenn er sich eine Weile mit sich selber beschäftigt und ich ihn abends allein ins Schlafzimmer lege, auch undenkbar für mich die ersten Wochen. Viele schütteln jetzt vielleicht den Kopf über mich aber Mama-Sein ist tatsächlich das allergrößte für mich, und ich möchte es am liebsten 24h mit vollem Einsatz sein. Darüber ist es manchmal gar nicht so einfach, sich nicht selber zu vergessen, immerhin bin ich ja ganz eigentlich nicht nur Mama, sondern auch noch eine Frau. Irgendwo da unter den ganzen Stilleinlagen, Kotzflecken und zerzausten Haaren zumindest. Ich finde, die ersten Wochen und auch Monate ist es völlig in Ordnung, das eigene Aussehen hinten anzustellen, es gibt wirklich eine Million wichtigere Dinge mit denen man sich in dieser besondern Zeit beschäftigen kann und will. Langsam werden wir aber immer eingespielter und auch mein Körper findet langsam in seine alte Form zurück. Die Hosen passen wieder ( wenn auch noch leeeeeeicht enger als noch vor ein paar Monaten 😉 ) und auch sonst kann man sich langsam aber sicher von Leggins mit Zelt als Oberteil, die zum treuen Wegbegleiter einer jeden Schwangeren werden, trennen und wieder etwas mehr Leidenschaft in die Outfit-Wahl legen. Ja, ich muss ich selber ein wenig zwingen, aber man sollte sich nicht ganz gehen lassen übers Mama-Sein hinweg, schließlich macht Mode ja auch wieder richtig Spaß wenn einem wieder alles passt und die Knöpfe an den Blusen auch wieder zugehen. Mein Körper hat sich zwar verändert, aber ich finde ihn wunderschön so. Tatsächlich war ich noch nie zufriedener mit mir, und das, obwohl ich vor einigen Monaten definitiv wesentlich knackiger war als jetzt. Zu wissen, dass die breite Hüfte die ich nun habe mein wunderbares Kind ausgetragen und zur Welt gebracht hat, die für meinen Geschmack eigentlich zu großen Brüste mein liebstes Kind ernähren und auch der nicht mehr ganz flache Bauch meinem kleinen Carli ein sicheres zu Hause war, macht mich unfassbar stolz.

Ich schreibe das hier für alle Mamas, denen es genauso geht wie mir. Wir müssen kein schlechtes Gewissen haben wenn wir auch mal ein paar Momente für uns aufbringen, und Schminken mit Babytrage funktioniert übrigens auch super 😉

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1 Kommentar

Zugegeben, Mami bin ich noch nicht und es ist noch lange nichts geplant, aber: Es gibt schlimmeres als ein Frauenbäuchlein und wer darüber diskutiert hat – m.E. – zu viel Zeit.
Und: Ich schätze deine Einstellung zu deinem „neuen“ Körper.

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